Gesundes Hundefutter – was gehört da nicht rein?

BARF - Biologisch artgerechtes Rohfutter einfach erklärt

Gesundes Hundefutter – was gehört da nicht rein?

hundefutter selber machen

Wie ihr gesundes Hundefutter erkennt

Ich barfe Ami, daher kann ich die Zusammensetzung selber bestimmen und weiß genau was drin ist. Dennoch möchte ich niemanden auf Biegen und Brechen zum BARFen bekehren und sehe es auch vollkommen ein, wenn jemand nicht BARFen möchte. Wie ihr dennoch sicher gehen könnt, dass euer Liebling ein gesundes Hundefutter bekommt, zeige ich euch in diesem Artikel. Ich beziehe mich bei diesem Artikel auf Nassfutter, da ich Trockenfutter prinzipiell nicht für artgerecht halte.

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Ein paar Worte zu Trockenfutter…

Trockenfutter ist für mich vergleichbar mit Fast Food bei uns Menschen. Es ist bequem für uns Menschen aber dem Tier tut man damit nicht unbedingt was Gutes. Die trockene Konsistenz bei diesem Futter führt dazu, dass es sich im Verdauungstrakt mit Verdauungssäften ansaugt, quillt und dem Tier Wasser entzieht. Der Urin wird stark konzentriert und Nierenleiden sowie Blasensteine sind bei Hunden und Katzen immer häufiger. Eigentlich sollten die Tiere das 6-fache der Futtermenge an Wasser aufnehmen, um den Flüssigkeitsentzug auszugleichen, aber soviel trinkt kein Hund und eine Katze schon gar nicht. Aufgrund des Herstellungsprozesses ist oft ein hoher Getreideanteil (Mais und Weizen sind die Allergieauslöser Nummer 1) von Nöten und die Erhitzung des Futters führt dazu, dass Vitamine nachträglich zugesetzt werden müssen. Die Verdauung von Trockenfutter dauert um ein Vielfaches länger als bei Fleisch und belastet den Organismus. Gesundes Hundefutter sieht anders aus.

Davon ausgenommen ist Trockenbarf, darüber hier mehr.

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Lebensmittelqualität vs. Material der Kategorie 3

Nassfutter kann man entweder mit Rohstoffen in Lebensmittelqualität (also das was auch für den menschlichen Verzehr geeignet und geprüft ist) herstellen, oder man verwendet Rohstoffe der Kategorie 3.

Was ist Material der Kategorie 3?

Genauer gesagt gehöt dieses Material zum Entsorgungsmaterial der Kategorie 3, das im Futter von Nutztieren seit 2001 EU-weit verboten ist. Im Falle von Fleisch, handelt es sich um Tiere aus Tierkörperbeseitigungsanlagen, sowie aus der Lebensmittelindustrie und aus Schlachtbetrieben, die für den menschlichen Verzehr nicht geeignet sind. Darunter fallen Speiseabfälle, Hufe, Federn, Häute, Blut, Pelze, minderwertiges Fleisch, verdorbene Lebensmittel, Fleisch von erheblich stressbelasteten Tieren usw. Alles Abfälle die Menschen schaden könnten und daher eigentlich auch nicht ins Tierfutter gehören. Dieser Abfall darf aber für die Herstellung von Tierfutter verwendet werden. Es ist Entsorgungs-/Abfallmaterial Kategorie 3 und die Herstellung von solchem Tierfutter gehört zum Industriezweig Entsorgungs-/Abfallwirtschaft. Das sagt eigentlich schon alles.

Es darf nicht an Nutztiere verfüttert werden, weil es uns dann poteniell Schaden zufügen kann, wenn wir Lebensmittel von diesen Tieren (Fleisch, Milch, Eier) zu uns nehmen. Was hat es dann im Futter unserer Haustieren zu suchen? Um diesen Abfall zu Tierfutter verarbeiten zu können, muss das tierische Material stark erhitzt werden, sodass Krankheitserreger abgetötet werden. Dabei gehen wichtige Nährstoffe verloren (wenn sie überhaupt vorhanden waren) und was bleibt ist eine Art Futtergerüst. Dieses wird mit synthetischen Vitaminen und Geschmacksstoffen für unsere Haustiere genießbar gemacht. Würde man das Futter so belassen wie es ist, würden es unsere Tiere (aus gutem Grund) niemals fressen. Natürlich ist die Herstellung von Futter aus Abfällen ein lukratives Geschäft. Firmen bekommen Geld dafür, dass sie den Abfall abholen und machen diesen Abfall in Tierfutter wieder zu Geld. Nebenbei vermitteln sie auch allzu gerne den Eindruck, dass dieses „upcycling“ auch noch ökologischen Mehrwert bietet. Diesen Abfall weiter zu verwenden, ist ja prinzipiell eine gute Sache. Aber dann bitte zur Kompostierung oder der Gewinnung von Biogas aber nicht als Heimtierfutter!

Denn wissen wir, was da alles in unseren Näpfen landet? Ob das wohl ausschließlich gesunde Tiere waren? Oder ob diese Tiere mit Medikamenten behandelt wurden (Stichwort Antibiotika in der Massentierhaltung)? Und größtenteils handelt es sich leider um Tiere aus der Massentierhaltung, was der Fleischqualität nicht gerade zugute kommt und auch dem Tierschutz nicht.

Gesundes Nassfutter erkennen – was gehört nicht rein?

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  • pflanzliche Eiweißextrakte: dabei handelt es sich meist um Abfälle aus der Lebensmittelproduktion, meist sind es Sojaabfälle. Soja ist nur ein billiger Füllstoff im Hundefutter.
  • Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse: hierbei wird nicht klar, was das genau sein soll. Auch nicht welche Tiere verarbeitet wurden. Prinzipiell kann es alles sein was bei der Verarbeitung von Landtieren so anfällt, z.B.: Schnäbel, Hufe, Hörner, Wolle, Federn, Tiermehl usw. – hochwertige Proteine sehen anders aus…
  • Getreide wie Soja, Mais und Weizen: Hauptauslöser vieler Allergien und bringt dem Organismus des Hundes keinen Mehrwert. Es ist billiges Füllmaterial. Die Verdauung unserer Hunde ist überhaupt nicht dafür ausgelegt, Getreide zu verdauen. Daher wird es einfach wieder ausgeschieden, darum sind die Kotmengen bei minderwertigem Hundefutter auch höher als bei hochwertigem Futter.
  • Zuckerrübentrockenschnitzel/Rübentrockenschnitzel: Oder kurz gesagt: Zucker! Das hat im Hundefutter nichts verloren. Schlechte Zähne und Diabetes kommen leider immer häufiger vor.
  • Konservierungsmittel wie Antioxidantien: sollen das Futter möglichst haltbar machen, damit es die mitunter langen Transportwege übersteht. Wirkt hemmend auf Mikroorganismen, wie z.B Bakterien. Aber auch auf die so wichtigen Bakterien der Darmflora und hat daher nichts im Hundenapf verloren. Regionale Produkte haben keine langen Transportwege und frische Zutaten halten länger, somit braucht es auch keine Konservierungsmittel.
  • Tiermehl: Das sind Tiere, die mit Haut und Haar zu Mehl verarbeitet werden. Inlusive Hormonen, Medikamenten und Krankheiten. Tiermehl gehört zum Entsorgungsmaterial der Kategorie 3.
  • Nicht näher deklarierte Fette und Öle: das kann gebrauchtes Frittieröl, Altöl oder Mineralöl sein. Oder auch das Fett, das von Tierkörperbeseitungsanlagen stammt. Hochwertige Öle werden nur selten verwendet, da diese teuer sind und nicht so lange haltbar sind.
  • Tierische Fette: meist Abfall aus Tierkörperbeseitungsanlagen – Entsorgungsmaterial der Kategorie 3.
  • Knochenmehl: gemahlene Knochen aus Tierkörperbeseitigungsanlagen – Entsorgungsmaterial der Kategorie 3.
  • Fleischmehl: kann alles mögliche sein, es ist weder klar um welches Tier es sich handelt, noch woher es stammt und ob es gesund war – Entsorgungsmaterial der Kategorie 3.
  • Eiweiß: Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß und sollte näher deklariert sein
  • Die berühmten E-Nummern: können z.B.: Konservierungsstoffe sein. Oft handelt es sich sogar um Substanzen die für den menschlichen Verzehr nicht zugelassen sind und krebserregend sind. Jegliche chemischen Zusatzstoffe müssen über die Leber abgebaut werden und können diese belasten.
  • Mineralstoffe: ein gutes Futter braucht keine künstlich zugesetzten Mineralstoffe

Schlechtes Hundefutter führt zu einer Vielzahl an Erkrankungen

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Die Kombination von diesem ganzen Zucker, Getreide, chemischen Zeugs und Gift führt dazu, dass unsere Hunde immer öfter an Krebs, Diabetes, Verdauungsstörungen, Arthritis, Fettleibigkeit und Allergien leiden. Und fällt euch was auf? Genau – das sind genau die Zivilisationskrankheiten, an denen auch wir Menschen immer öfter leiden. Und auch bei uns liegt es zu einem großen Teil an einer schlechten Ernährung. Der Trend, dass sich Hund und Halter immer mehr angleichen zeigt hier seine Schattenseite. Unsere Hunde würden sich, wenn sie noch in der Wildnis leben würden, die Nahrung suchen, die ihnen guttut. Unter unserer Obhut sind sie darauf angewiesen, dass WIR uns Gedanken machen, was in ihren Napf kommt. Darum ist es die Pflicht eines jedes verantwortungsvollen Tierbesitzers, sich mit diesem Thema zu befassen und gesundes Hundefutter auszusuchen. Schließlich möchten wir ja, dass unsere Tiere möglichst alt werden und dabei fit bleiben 😉

Das Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“* von Hans-Ulrich Grimm deckt die Machenschaften der großen Tierfutterhersteller auf. Denn wie bei vielen großen Konzernen geht es auch hier ums Geld und nicht um das Wohl unserer Tiere. Macht euch bewusst, dass ihr eventuell keine andere Wahl mehr haben werdet, als das Futter eures Hundes radikal umzustellen, wenn ihr euch einmal mit der ungeschönten Wahrheit auseinander gesetzt habt.

Woran erkennt man nun gutes Hundefutter?

  • keine der oben genannten Inhaltsstoffe
  • hoher Fleischanteil: ca. 70% oder mehr
  • getreidefrei (außer Reis, Hirse und Pseudogetreide wie Buchweizen, Quinoa oder Amaranth)
  • Zutaten klar deklariert
  • Verwendung hochwertiger Öle, wie Hanföl, Lachsöl usw.
  • verwendetes Fleisch stammt nicht aus Massentierhaltung und möglichst regional
  • tierversuchsfrei (könnt ihr hier prüfen)
  • keine künstlichen Zusätze

Ich kann euch (solltet ihr nicht BARFen wollen) das Xantara Hundefutter* empfehlen. Es wird in Deutschland hergestellt, enthält Zutaten in Lebensmittelqualität und ist frei von künstlichen Zusatzstoffen. Meinen ausführlichen Testbericht findet ihr hier.

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*Affiliate Link: wenn ihr über dieses Link etwas kauft, bekomme ich als kleinen Lohn für meine Arbeit eine kleine Provision. Der Preis verändert sich für euch nicht. Mehr dazu siehe Datenschutz.

Die Grafiken stammen übrigens von Mara von Aram und Abra 🙂

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